Tradition der Osterreiter in Brischko/Wittichenau: Hoffnung und Gemeinschaft im Zeichen des Heiligen Sebastian
In Brischko/Wittichenau, einem kleinen Ortsteil von Hoyerswerda, wird die Osterzeit erneut mit der Tradition der Osterreiter gefeiert, angeführt vom Schutzpatron Heiligen Sebastian. Gabriel und Hubert Retschela, die beiden engagierten Reiter, stehen im Mittelpunkt dieses besonderen Jahres, in dem Gabriel bald Vater wird und Hubert kurz nach Ostern heiratet. Die Gemeinschaft bereitet sich gemeinsam auf das Fest vor, mit Gebeten, Segnungen und Momenten der Hoffnung, die das Leben über den Tod triumphieren lassen. Während die Reiter sich in den Prozessionen zusammenfinden, wird der Zusammenhalt und die Fürsorge für die Einsamen und Kranken in den Gebeten besonders spürbar.
Im beschaulichen Ortsteil Brischko/Wittichenau, der zur Stadt Hoyerswerda in der Lausitz gehört, wird auch in diesem Jahr die Tradition der Osterreiter feierlich zelebriert. Der Heilige Sebastian, der Schutzpatron der katholisch geprägten Gemeinde, steht dabei im Mittelpunkt der festlichen Aktivitäten. Gabriel Retschela und sein Bruder Hubert Retschela sind ein fester Bestandteil der Wittichenauer Kreuzreiterprozession und reiten bereits seit Jahren in der Osterzeit.
Die Vorbereitungen für das bevorstehende Osterfest sind bereits in vollem Gang. Die Osterreiter bereiten sich intensiv mit Gebet, Heiligen Beichten, Fastenpredigten und dem Kreuzweg auf das Fest vor. Zu den traditionellen Aktivitäten gehört auch die Segnung der Frauen in den Höfen mit Weihwasser, bevor man sich nach einem gesanglichen Gebet und segensreichen Worten von Gerhard Scholz, dem langjährigen Wehrleiter, aus dem Dorf verabschiedet.
Dieses Jahr haben die Vorbereitungen für Gabriel und Hubert Retschela eine besondere Note, da Gabriel in Kürze Vater wird und Hubert nur kurz nach Ostern heiratet. Im Dorf Brischko/Wittichenau ist nach 1990 mit Michael Zschorlich nur noch ein weiterer Osterreiter aktiv. Traditionell reihen sich die Osterreiter aus Dörgenhausen im sorbischen Teil der Prozession ein, während die deutschen Reiter ihren Platz in der Stadt Wittichenau finden.
Am Karfreitag werden die Pferde für Gabriel und Hubert Retschela aus Frauenstein im Erzgebirge erwartet, während die Reiter Martin Nicolaides und Uwe Schneider ihre Tiere aus Byhleguhre im Spreewald mitbringen. Die Gemeinde lebt in diesen Tagen den Geist der Hoffnung, in dem das Leben den Tod besiegt und Ostern Dunkelheit und Furcht durchbricht. Die Osterreiter beten zudem für die Einsamen, Kranken und Verstorbenen und halten damit die Verbindung der Gemeinschaft in Zeiten der Herausforderungen aufrecht.
Fakten
- Der Heilige Sebastian ist der Schutzpatron des katholisch geprägten 160-Seelen-Ortes Brischko/Wittichenau.
- Brischko/Wittichenau ist ein Ortsteil von Hoyerswerda in der Lausitz, Brandenburg, Deutschland.
- Gabriel Retschela und sein Bruder Hubert Retschela sind Teil der Wittichenauer Kreuzreiterprozession und reiten seit Jahren zu Ostern.
- Der Tod hat nicht das letzte Wort. Das Leben besiegt den Tod. Ostern durchbricht Dunkelheit und Furcht.
- Die Osterreiter reihten sich meist in Dörgenhausen im sorbischen Teil der Prozession ein, die deutschen Osterreiter meist in der Stadt Wittichenau im deutschen Teil.
- Es gab mit Michael Zschorlich nur noch einen Osterreiter im Dorf Brischko/Wittichenau nach 1990.
- Gabriel Retschela wird in Kürze Vater und Hubert Retschela heiratet kurz nach Ostern.
- Die Osterreiter bereiten sich auf Ostern vor mit dem Gebet, der Heiligen Beichte, den Fastenpredigten und dem Kreuzweg.
- Karfreitag kommen die Pferde für Gabriel und Hubert Retschela aus Frauenstein im Erzgebirge, die Pferde für Martin Nicolaides und seinen Mitreiter Uwe Schneider aus Byhleguhre im Spreewald.
- Die Osterreiter segnen später die Frauen in den Höfen mit Weihwasser und verabschieden sich aus dem Dorf.
- Meist spricht dann Gerhard Scholz, der langjährige Wehrleiter, in Sorbisch die Gebete am Heiligen Sebastian.
- Die Osterreiter beten zugleich für die Einsamen, Kranken und Verstorbenen im Gebet und Gesang.
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